Fichte mit Zapfen

Baum des Jahres 2017- die Gewöhnliche Fichte (Picea abies)

Die häufigste Baumart Deutschlands – die Fichte – ist zum Baum des Jahres 2017 gewählt worden.

Seit 27 Jahren wird eine Baumart gewählt, um diese in den Mittelpunkt öffentlicher Debatten zu stellen.

Bisher wurde die Fichte bei der Wahl umgangen. Warum? Weil diese Baumart polarisiert. Für die einen ist sie das Symbol der funktionierenden Forstwirtschaft mit guten Holzerträgen, für die anderen ein Symbol für naturferne Monokulturen.

Die Gewöhnliche Fichte (auch Gemeine, Europäische Fichte oder fälschlich Rottanne genannt) ist die einzige natürlich in Deutschland vorkommende Fichtenart.

Der gerade Stamm und die etagenweise angeordneten Äste sind typisch. Die länglichen braunen Zapfen hängen an den Zweigen und fallen im September zu Boden. Bei der Tanne stehen die Zapfen immer aufrecht auf den Zweigen und fallen nicht ab! Die Fichtennadeln sind spitz und stechen. Das Holz ist leicht und elastisch und besonders als Bauholz, für Möbel und in der Papierindustrie gefragt.

Man findet die Fichte zunehmend in Mischwäldern mit Buchen, Kiefern oder Douglasien, um das Risiko des Verlustes großer Bestände reiner Fichtenkulturen durch Sturm oder Forstschädlinge zu minimieren und die ökologischen Folgen wie Versauerung und Nährstoffverluste des Waldbodens zu vermeiden.

Der Klimawandel macht der Fichte jedoch zu schaffen. Sie gilt als heimische Baumart mit dem ungünstigsten Anpassungspotenzial an die zu erwartenden klimatischen Veränderungen. Sie benötigt zwar nur wenig Nährstoffe, aber die Wasserversorgung muss regelmäßig gewährleistet sein. Schwankungen der Niederschläge verträgt sie schlecht. Somit muss die Forstwirtschaft reagieren und gefährdete Standorte vermeiden und den Bestand mit klimaresistenten Baumarten ergänzen.